Gemeinde Mersch
Mersch – ein Städtchen mit steigender Tendenz
Das Städtchen MERSCH ist Hauptort sowohl des Kantons als auch der Gemeinde gleichen Namens, welche etwa zusammen mit seinen Sektionen Moesdorf, Pettingen, Essingen, Beringen, Rollingen, Reckingen und Schönfels ca. 7.500 Einwohner zählt. Seine Gesamtfläche zählt etwa 5.000 ha mit 1.140 ha Eigenwald. Mersch ist multikulturell mit einem Ausländeranteil von 36,60 %.
Mersch liegt in der Mitte des Grossherzogtum Luxemburg, im sogenannten Gutland. Hier fliessen die Eisch und die Mamer in die Alzette.
Zahlreiche Bodenfunde zeigen uns, dass Mersch bereits in der Steinzeit besiedelt war. Dann ließen sich die Kelten hier nieder und kurz vor unserer Zeitrechnung kamen die Römer, die dann von den wilden Reiterhorden der Hunnen und den germanischen Wanderstämmen verdrängt wurden.
853 trat der Name des Ortes urkundlich erstmals in Erscheinung, aber erst 1232 geht die Rede von einer Burg, welche im Laufe der Jahrhunderte manch böses Geschick erlitt. 1453 wurde sie von den Burgundern in Trümmer gelegt und erst 1585 wieder neu erbaut. 1603 kamen holländische so genannte “Vrybueters” und zerstörten erneut die Burg samt Kirche und Dorf. Kaum notdürftig restauriert, wurde es während des 30-jährigen Krieges um 1636 aufs Neue verwüstet. Um 1700 ließ Friedrich Graf von Elter hier das Schloss erbauen, das wir etwa in seiner jetzigen Form heutzutage kennen.
Im Schatten des Schlosses steht einsam der Alte Turm, der ebenfalls auf Geheiß von Graf von Elter etwa 1707 erbaut wurde. Am Südhang der Mies wuchten seit etwa 150 Jahren die Zwillingstürme der herrlichen Pfarrkirche im Stil des Spätklassizismus, – ein Werk des Luxemburger Architekten Eberhardt.
Weiter westlich, an dem Wege der zum Camping führt steht auf dem “Krounebierg” die Colonne de l’Indépendance, sozusagen eine Wiedergeburt des Unabhängigkeitsdenkmals” von 1939, das ein Jahr später im Herbst 1940 von der deutschen Besatzungsmacht umgestürzt und 1959 in der heutigen Form wieder neu erbaut wurde.
In neuerer Zeit bemühte sich Mersch das Angebot einer modernen Infrastruktur sowohl in geschäftlicher, schulischer, kultureller, touristischer und sportlicher Hinsicht so vollständig als möglich zu gestalten. Es entstanden Sportshallen, Tennisfelder, Schwimmbäder, Fußballfelder, Campingfelder, Schulgebäude, Parkanlagen mit einem künstlichen See, Kulturhäuser usw., welche der Lebensqualität der rasanten Zunahme der Bevölkerung zur Genüge reichen dürfte.
Aber auch die zunehmende gewerbliche Tätigkeit verlangte ihr Recht. So wurde neben den bereits vorherrschenden Industriezonen nahe dem Bahnhof Mersch ein zusätzliches Geschäftszentrum auf dem “Mierscherbierg” geschaffen, wo heutzutage in rund 30 Betrieben über 500 Arbeitnehmer lohnende Arbeit finden.
Diese positive Entwicklung geht insofern auch weiter, da neben dem vor einigen Jahren eingeweihten Schulkomplex auf “Krounebierg”, ein neues Schwimm- und Wellnesszenter entstanden ist.
Mersch hat sich mit Recht den Ruf eines aufstrebenden, jedoch gemütlichen Städtchens mit der Vielfalt seines Angebotes in kultureller Hinsicht und als preisgünstiges Einkaufszentrum erworben, besonders bei all denjenigen, die dem Lärm und Staub der grösseren Städte entfliehen wollen.
Koordinaten:
Längengrad: 6° 06′
Breitengrad: 49° 45′
höchster Punkt: 427 m (Beringerberg)
tiefster Punkt: 210 m (Essingen)
Weitere Zahlen:
Gesamtfläche: 4’975 ha
fünftgrösste Gemeinde des Landes
Bebaute Fläche 310 ha
Unbebaute Fläche: 4’674 ha
davon:
landwirtschaftlich genutzte Fläche 2’323 ha
Wälder 2’241 ha
Sonstiges 110 ha
Vizinalwege: 52 km
Feldwege: 102 km
Wasserleitungen: 73 km
Gasleitungen: 23,5 km
Flüsse 57,5 ha
Eisenbahnnetz: 15,9 ha
Gemeindewälder: 1’140 ha
Stand des Zahlenmaterials 2007
Quelle: Informationsmaterial der Gemeinde Mersch
Weitere Informationen zur Gemeinde Mersch finden Sie auf der Homepage der Gemeinde:
