Alarmierung
Sie wählen die 112 …
Wenn Sie die Feuerwehr Mersch über die Notrufnummer 112 zu Hilfe rufen, werden Sie nicht mit dem Gerätehaus in der Gosseldingerstrasse und auch nicht mit einem anderen Gerätehaus in der Gemeinde verbunden, sondern mit der nationalen Leitstelle in Luxemburg-Stadt (Cloche d’Or). Hier werden sämtliche Anrufe betreffend Feuerwehr und Zivilschutz bearbeitet.
Weshalb ist das so?
Die Feuerwehr Mersch ist keine Berufsfeuerwehr, sie besteht ausschließlich aus freiwilligen Mitgliedern, welche einem geregelten Arbeitsleben nachgehen. Die Feuerwache wird somit erst im Einsatzfall ihren Betrieb aufnehmen.
Wie wird nun die Einsatzbereitschaft hergestellt?
Alarmiert wird die Feuerwehr Mersch von der bereits erwähnten Leitstelle. Der Alarm erfolgt mittels stiller Alarmierung über ein unabhängiges digitales Funksystem. Jeder Feuerwehrmann besitzt einen digitalen Meldeempfänger (DME), umgangssprachlich auch als „Piepsert“ bekannt, der sich im Alarmfall mit einem lauten Signalton und Vibration bemerkbar macht.
Je nach Modell wird eine eingespeicherte Sprachmeldung des zugehörigen Einsatzstichwortes ausgegeben oder auf dem Display Alarmstichwort und Einsatzort übermittelt.
Was ist das Gegenteil zur stillen Alarmierung?
Dies wäre die Alarmierung über Sirenen.
Aus Rücksicht auf die Bevölkerung wird diese Variante der Alarmierung nicht mehr genutzt. Im Jahresdurchschnitt würde in Mersch circa fast täglich der Sirenenalarm mit seinem durchdringenden Heulton weithin zu hören sein, an manchen Tagen sogar mehrmals. Dies wäre zum Beispiel nachts um 4 Uhr sicher störend für Sie und die anderen Einwohner der Gemeinde.
Dennoch sind alle Sirenen im Ortsgebiet noch funktionstüchtig und werden in regelmäßigen Abständen gewartet und überprüft. Sie dienen der Bevölkerung als Warneinrichtung im Katastrophenfall. Der Probealarm erfolgt jeden ersten Montag im Monat kurz nach Mittag.
Was passiert nach der stillen Alarmierung?
Die Einsatzkräfte begeben sich nun auf schnellstem Wege ins Feuerwehrgerätehaus.
Der erste, der im Gerätehaus ankommt, ruft bei der nationalen Leitstelle an, um
weitere Einzelheiten zum Einsatz zu erfahren.
Nachdem die Feuerwehrmänner ihre persönliche Schutzausrüstung (PSA) angelegt haben, besetzen sie umgehend die Einsatzfahrzeuge. Bereits nach 3-5 Minuten nach Ihrem Anruf verlässt das erste Fahrzeug das Gerätehaus und macht sich auf den Weg zu Ihnen.
Weitere Details zur Alarmierung:
Der Bereitschaftsdienst in der Gemeinde wird von den 4 Feuerwehren in der Gemeinde gewährleistet. Der Bereitschaftsdienst der Feuerwehren ist in 6 Gruppen aufgeteilt. Die meisten Einsätze werden von der jeweilig Dienst tuenden „Permanence-„Gruppen gefahren. Nur bei größeren Einsätzen wird „Alerte générale“ ausgelöst, das heisst sämtliche Feuerwehrleute werden “angepiepst”.
Dieser Bereitschaftsdienst funktioniert auch tagsüber einwandfrei, da ein halbes Dutzend Gemeindearbeiter ebenfalls aktive Feuerwehrleute sind. Hier gilt unser Dank an die Gemeindeverwaltung, welche sich ihrer Verantwortung gegenüber der Bevölkerung bewusst ist und uns auch materiell tatkräftig unterstützt.