Chronik Mersch

CHRONIK DER WEHR MERSCH

1815 – 1900

Erste Spuren in punkto Feuerlöschwesen finden wir in Mersch bereits im Jahre 1815. Am 13. September 1815 reklamierte der Kreis-Direktor unter der Nr. 1585 ein Verzeichnis von allem Feuerwehrmaterial das sich gegenwärtig in den Gemeinden befinde. So erfahren wir, dass die Bürgermeisterei in folgenden Orten Material unterbringt : Beringen, Mersch, Reckingen, Rollingen und „Schoenfeltz“ (Moesdorf bildete mit den Dörfern Pettingen, Essingen und Hilbach eine eigene Gemeinde).

Im Jahre 1838 bestellte die Gemeinde Mersch 3 Druckpumpen, sowie verschiedenes Material. In seiner Sitzung vom 16. August 1846 wurde dann offiziell eine «compagnie de pompiers» geschaffen. Erster Kommandant war der Schreinermeister Anton Kugener. 1885 wurden die Statuten der Feuerwehr vom Gemeinderat genehmigt. 1889 konnte eine Fahne eingeweiht werden. 1896 wurde dann eine Saug- Druckspritze angeschafft. 1898 gab sich die Wehr neue Statuten. Als 1883 der Landesfeuerwehrverband gegründet wurde, war die Wehr Mersch eines der Gründungsmitglieder.

1900 – 1950

1913 fand in Mersch die Gründungsversammlung des Kantonalverbandes statt. Erster Kantonalpräsident wurde A. Duscherer aus Mersch. 1932 erhielt Mersch eine mechanische Leiter und 1933 seine erste Motorspritze (Goliath II), diese Pumpe stand dem ganzen Kantonalverband zur Verfügung.

Das Gerätehaus war damals im alten Turm (Michels-Turm), jedoch waren verschiedene Gerätschaften auch in gemieteten Räumen untergebracht. 1939 beteiligte sich die Wehr Mersch an den Feierlichkeiten zur Unabhängigkeit.

1950 – 1975

1956 wurde das neue Gerätehaus an der Gosseldingerstrasse eingeweiht. 1961 erhielt die Wehr Mersch ihr erstes Feuerwehrfahrzeug, ein LF8 der Marke Mercedes. 1961, 1962 und 1967 litt Mersch unter starken Überschwemmungen.

1965 wurde bereits eine Jugendsektion gegründet. Im Jahre 1967 fand in Mersch ein Zeltlager der Jugendfeuerwehren statt.

Ein Höhepunkt erster Güte war zweifellos das große Feuerwehrfest vom 9. Oktober 1967, als der Verband seine angegliederten Wehren zum 47. Nationalkongress nach Mersch aufrief.

Am 28. November 1967 wurde die Entente der Feuerwehren der Gemeinde Mersch gegründet.

Im Jahre 1973 hat die Wehr den Brauch des „Burgbrennens“ wieder aufleben gelassen. 1974 erlangt die Wehr den zweiten Platz beim nationalen Wettbewerb. Im selben Jahr gewannen sie bei der internationalen Feuerwehrolympiade eine Bronzemedaille.

1975 – 2000

1976 organisierte die Wehr Mersch ihre erste Porte-Ouverte. 1979/80 erhält die Wehr Mersch nach langen Verhandlungen ihr erstes Tanklöschfahrzeug. 1987 erhält die Wehr Mersch ein Tragkraftspritzenfahrzeug, welches 1992 durch einen Gerätewagen ersetzt wurde (die Wehr Schoenfels erhält das TSF).

1989 anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens erhält die Wehr Mersch eine neue Fahne. In diesem Jahr fand wiederum ein Landeskongress in Mersch statt.

Aus eigenen Mitteln schaffte sich die Wehr 1994 einen gebrauchten Mannschaftstransportwagen an. Auch kauft die Wehr ein gebrauchtes Feuerwehrfahrzeug, welches in zahlreichen Arbeitsstunden im Jahre 2003 zum Einsatzleitwagen umgebaut wurde.

1998 wurde in Mersch ein Boot stationiert, welches den Wehren der Gemeinde bei Überschwemmungen eine wertvolle Hilfe sein wird.

Die Jugendsektion der Wehr betreut ebenfalls die Jugendsektionen der Nachbarwehren Reckingen und Schoenfels; seit 1995 nimmt die Jugendabteilung an gemeinsamen Zeltlagern mit den befreundeten Wehren aus Porz-Langel (bei Köln) und Rethen-Laatzen (bei Hannover) teil. Turnusgemäß wird ein solches Zeltlager auch in Mersch organisiert. Des Weiteren beteiligt sich die Jugendsektion an den Aktivitäten des Kantonalverbandes und des Jugendausschusses.

2000 – 2011

Seit mehreren Jahren laufen die Planungen für ein zentrales Gerätehaus. Ein Bauplatz auf dem “Mierscherbierg” stand bereits zur Verfügung, die Pläne waren bereits in der Ausarbeitung, jedoch wurde das Projekt während einigen Jahren auf Eis gelegt. Inzwischen wurde den Wehren die Pläne für ein neues “zentrales Gerätehaus” vorgestellt, dies auf dem Standort des aktuellen Gebäudes an der Gosseldingerstrasse und auf dem Gelände des ehemaligen Recyclingcenters.

2006 wurde auch das neue TLF 3000-STA-OS geliefert, welches das alte TLF 1800 ersetzt.

In ihren respektiven Generalversammlungen vom 16. März 2007 haben die freiwilligen Feuerwehren der Ortschaft Mersch und der Ortschaft Reckingen fusioniert. Alle Aktiva und Passiva werden in die neue Wehr “Mierscher Pompjeeën” übertragen. Leiter der Wehr bleibt weiterhin Romain BECKER.

Im Oktober 2008 wurde ein neues Feuerwehrfahrzeug geliefert, ein Geländewagen vom Typ JEEP Wrangler. Dieses Fahrzeug wurde fast ausschließlich aus Eigenmitteln angeschafft (Preis ca. 35 000 Euro). Dieser Geländewagen dient dazu das Boot zu transportieren und es querfeldein zu den Flüssen zu bringen. Auch soll es bei Einsätzen in den Waldgebieten zum Einsatz kommen, z.B. Suchaktionen, Bergen von Personen, usw..

Anfang 2009 löste sich die Wehr Beringen (Mersch) auf. Einige Mitglieder wechselten zur Wehr Mersch. Auch der Gerätewagen, welcher seinerzeit zum größten Teil auf Basis des Lastenheftes für einen Vorausrüstwagen gebaut wurde,  wurde von der Wehr Mersch übernommen. Aus dem “alten” Gerätewagen der Wehr Mersch wurde die feuerwehrtechnische Beladung entfernt und das “nackte”  Fahrzeug wurde der Gemeindeverwaltung zur Verfügung gestellt und dient seitdem dort als Transportfahrzeug.

2009 fand ebenfalls der Umzug in das “provisorische Gerätehaus” statt. Dieses Gebäude ist eigentlich für einen Teil der technischen Dienste der Gemeinde gebaut worden.  Jetzt dient es der Wehr als provisorische Bleibe, denn das alte Gerätehaus wurde abgerissen und der Neubau ist schon weit fortgeschritten. Voraussichtlich wird das neue Gebäude Ende 2011 fertiggestellt sein. Leider sieht es so aus als könnte die Einweihung nicht mehr rechtzeitig vor den Gemeindewahlen am 9. Oktober stattfinden.

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